Modellfliegerclub Moosburg e. V.

Modellfliegerclub Moosburg

Die technische Entwicklung des Modellflugs

Stringfellows Flugmaschine

 

Das erste Flugmodell wird dem Mathematiker und Philosophen Archytas aus Tarent zugeschrieben, der seine „Taube“ etwa 400 v. Chr. in der damaligen griechischen Kolonie in Apulien baute. Zur gleichen Zeit gab es auch in China bereits Flugmodelle.

Angetriebene Flugmodelle sind seit 1848 überliefert, als der Engländer John Stringfellow ein dampfgetriebenes Modellflugzeug in einer Halle 35 m weit flog. Im 20. Jahrhundert war es zunächst der Gummimotor, der die aus dünnem Sperrholz, Kiefernleisten und Bespann-Papier selbstgebauten Modellflugzeuge antrieb. In den 30er Jahren entstanden kleine Verbrennungsmotoren und auch erste Funkfernsteuerungen, wobei diese eher militärischen und Forschungs-Zwecken als der Freizeitbeschäftigung dienten. Immerhin boten seit den 20er Jahren und dann den 30ern die Firmen Robbe (von Robert Becker) und Graupner erste Flugmodelle und Zubehör für den Freiflug und später den Fesselflug motorgetriebener Modelle an.

 

 

Auch nach dem Kriegsende galt der Grundsatz: Wer fliegen will, der muss erst bauen. Einige wenigen Firmen boten Bausätze, Baupläne und das notwendige Zusatzmaterial wie den Antrieb an, damals Glühkerzenmotoren mit John_Stringfellowmaximal 10 cm³ Hubraum und – da nicht schallgedämpft – nicht gerade lautlos.

Mit der Einführung von Funkfernsteuerungen in den 50er Jahren setzte eine zunächst noch langsame Entwicklung zum kontrollierten Modellflug ein. Die ersten einkanaligen Verstärker und Empfänger besaßen Röhren, später durch Transistoren ergänzt und ersetzt. Sie ermöglichten die Seitensteuerung, indem man per Tastendruck das Ruder rechts, links steuerte oder bei „Aus“ in eine neutrale Position brachte. Alles waren Maximalausschläge. Das war auch bei den sogenannten Tip-Tip-Fernsteuerungen nicht anders, dem nächsten Schritt in der Technologie-Entwicklung.

In den 60er Jahren kamen dann die ersten mehrkanaligen Proportional-Fernsteuerungen auf den Markt, die dem Modellflieger nun wesentlich mehr Möglichkeiten boten: Höhen-, Seiten- und Querruder sowie die Motordrosselung über Servomotoren. Die waren zwar noch immer relativ teuer – 1000 DM musste der Modellflieger mindestens berappen und eine Semmel kostete damals zehn Pfennige –, aber das war der Durchbruch für die Modellfliegerei, die seither immer mehr an Popularität gewann.

Heute kann sich jeder im Handel von den schier unbegrenzten Möglichkeiten in diesem Hobby überzeigen. Und das wird zudem immer preiswerter.

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